Weser-Ems-Bus organisiert Patientenfahrten

Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen und der Landkreis Leer wollen ab Oktober 2016 mit Weser-Ems-Bus ältere und mobilitätseingeschränkte Patienten zu Ärzten in Leer bringen.

In einem Modellprojekt wird ab 1. Oktober 2016 die Weser-Ems Busverkehr GmbH Patientenfahrten der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen, Bezirksstelle Aurich, und des Landkreises Leer übernehmen.

Max Lautenschläger ©
Max Lautenschläger ©

Der DB Medibus wird mobilitätseingeschränkte Patienten aus den Gemeinden Jemgum, Bunde, Westoverledingen, Rhauderfehn und der Stadt Weener nach Leer bringen, wenn sie einen Arzt in der Stadt erreichen wollen. Damit reagiert der Landkreis auf absehbare Hindernisse in der medizinischen Versorgung.

Das Modellprojekt soll vom 1. Oktober 2016 bis zum 30. September 2017 mit einer Laufzeit von 12 Monaten erprobt werden. Weser-Ems-Bus übernimmt das Management der Patientenfahrten. Die Medibus-Fahrten stehen vormittags von 9 bis 12 Uhr an 200 Betriebstagen im Jahr zur Verfügung. Als Fahrzeuge stehen sowohl PKW als auch Kleinbusse mit 7 bis 8 Sitzplätzen bereit, örtliche Taxi-Unternehmen übernehmen die Fahrten. Grundsätzlich wird die Mitnahme von zusammenklappbaren Rollstühlen oder Rollatoren möglich sein.

Die Medibus-Fahrer werden über ein rechnergestütztes Betriebsleitsystem mit der Zentrale und den Patienten verbunden sein und sollen so auch auf kurzfristige Anforderung reagieren können. Der Fahrgast wird von zu Hause abgeholt und zur Arztpraxis gebracht. Mehrere Anfragen an das Patientenmobil aus einer Gemeinde werden wenn möglich gebündelt bedient. Zudem sieht das Konzept eine Mobilitätsgarantie für Patienten vor, falls die Warte- oder Behandlungszeit in der Praxis eine Rückfahrt mit dem Patientenmobil im definierten Zeitfenster nicht ermöglicht. In diesem Fall wird die Rückfahrt mit einem anderen Taxi-Unternehmen organisiert.

Weitere Informationen zum DB Medibus gibt es auch auf der Homepage von dbregio.de.